
Antiquitätenhändlerin, lebt in einem Dorf mit 120.000 Einwohnern in der östlichen Hemisphäre
Jahr: 2285 Alter: 36 Jahre
Wenn Effizienz die Erinnerung verdrängt:
Tabira lebt in einer vollständig kontrollierten und lebenswerten Welt ohne Mangel, in der die Umwelt der Funktion untergeordnet ist und es sich im Grunde um ein sehr schönes und gut kontrollierbares künstliches Ökosystem handelt. Ihr Dilemma besteht darin, dass sie mit nutzlosen Lilien Vergangenheit bewahrt, obwohl genau diese Zweckfreiheit im vollständig kontrollierten System eine Gefahr einer nicht kontrollierbaren Variable darstellt. Sie kämpft gegen die stille Gefahr, dass durch totale Kontrolle nicht nur Risiko, sondern auch Möglichkeit der Weiterentwicklung und des zufälligen Entstehens verschwindet.
Sie verkörpert den Konflikt zwischen Kontrolle und Kreativität des Unkontrollierbaren.
Paradox:
Effizent und optimale kontrollierbarkeit nimmt der Kreativität ihren Raum.
Je erfolgreicher die Menschheit ökologische, soziale oder entwicklungsrelevante Systeme kontrollierte, desto weniger Platz blieb für das Unkontrollierbare.
Für Baba war das Bewahren der Vergangenheit kein konservativer Akt, sondern eine Intervention in die Zukunft: Indem bestimmte Möglichkeiten sichtbar bleiben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Generationen andere Wege denken und gehen können.

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